Das Nokia N900 ist zwar nicht mehr das neueste Smartphone auf dem Markt der mobilen Telephonie, aber dieses Handy verdient einen Eintrag im Blog. Der stolze Preis von über 600 Euro kommt nämlich nicht von ungefähr: Ein großer Touchscreen, ein noch größerer interner Speicher, eine vollwertige QWERTZ-Tastatur, die 5-Megapixel-Kamera und die Internetverbindung formen dieses Smartphone zu einem Handy, welches sich keinesfalls vor einem iPhone zu verstecken braucht.
Was steckt alles in der 600 Euro teuren Technik?
Das N900 könnte man schon fast als ein Flagschiff von Nokia bezeichnen. Nahezu alles, was man heutzutage in einem Smartphone haben kann, kann das N900 aufweisen. Was nur wenige Smartphones integriert haben, ist neben dem Touchscreen noch eine vollwertige QWERTZ-Tastatur. Natürlich ist so eine Tastatur besonders praktisch für längere Texte und E-Mails, oder einfach nur für Leute, die an die große Tastatur gewöhnt sind und lieber schnell tippen.
Die QWERTZ-Tastatur lässt sich unter dem 3,5 Zoll großen Touchscreen elegant herausschieben, wie bei einem klassischen Slider-Handy. Der Touchscreen kommt mit einer protzerischen Auflösung von 480 x 800 Pixeln daher, das entspricht einer sportlichen Bilddiagonale von satten 8,9 cm! Die 16,7 Miollionen Farben tragen ihren Teil dazu bei, dass man Photos, Philme oder einfach nur das Menü gerne auf seinem N900 betrachtet.
Genug Speicherplatz ist jedenfalls mit gigatischen 32 GB bereits intern vorhanden: Das bequeme Aufrüsten mit Micro-SD Karten wird so jedenfalls erstmal nicht von Nöten sein. Dieser Speicher bietet natürlich auch den Vortei, dass man extra viele Photos speichern kann, die man mit der guten 5-Megapixel-Kamera selbst geschossen hat.
Wer mit seinem Smartphone gerne im Internet surft, E-Mails verschickt und aktiv in sozialen Netzwerken vertreten ist, ist mit einem Nokia N900 genau an der richtigen Adresse; Dienste wie HSDPA, UMTS, WLAN und Quadband sind bei diesem Handy alle integriert. Der 600 MHz Prozessor kann zwar mit Smartphones, die in jüngerer Vergangenheit erschienen sind, nicht mehr ganz mithalten, ist aber dennoch schnell genug für flüssige Menüführung und sorgt auch sonst nicht für lange Wartezeiten.
Das Software-Paket ist selbstverständlich auch eines der Größeren: Ob man nun Word- und Excel-Dokumente ansehen, Outlook synchronisieren oder PDF-Files angucken möchte, alles kein Problem mit Nokia N900. Für die Freunde der E-Mail ist auch noch eine Push-Mail-Unterstützung mit von der Partie, ebenso wie ein Headset und eine USB-Kabel.
Außerdem kann das N900 noch mit vier individuell einrichtbaren Desktop-Bildschirmen, diversen Widgets und einer umfassenden Einstellungsmöglichkeit für den Benutzer glänzen. Mittlerweile Standart, aber trotzdem erwähnenswert sind natürlich noch ein GPS-Modul, der Media-Player, Bluetooth und die Option, Photos zu taggen, so dass man sie bei einer Suche schnnell nach einem beliebigen Kriterium finden kann.
Was bemängeln die Besitzer am Nokia N900?
Da Nokia sich bei dem N900 von seinem bisherigen Betriebssystem Symbian verabschiedet hat, wurde der Versuch, ein Betriebssytem von Linux zu verwenden, mit Spannung erwartet. Insgesamt ist Maemo 5 nicht das schnellste, aber wegen der hohen Ähnlichkeit zu einer Windows-Oberfläche findet man sich schnell zurecht und die vielen Widgets lassen sich sehr gut positionieren und verschieben.
Ein Problem, was Smartphones mit einer vollwertigen QWERTZ-Tastatur immer mit sich bringen, sind das Gewicht und die Größe. Mit seinen 180 g ist das Nokia N900 nicht gerade ein Leichgewicht, außerdem ist es etwa zwei Mal so tief wie ein iPhone. Wer aber nicht auf die Tastatur verzichten möchte, muss eben die Größe in Kauf nehmen.
Etwas gewöhnungbedürftig ist, dass es bei dem Smartphone weder einen Button zum Annehmen, noch zum Auflegen eines Gespräches gibt; alles erfolgt über den Touchscreen. Ganz klar zu erkennen bei solchen Sittenänderungen ist der Versuch von Nokia, ein Handy immer mehr an eine Netbook hernakommen zu lassen.
Für die Musikfans ist schade, dass die Albumcover nur sehr klein angezeigt werden und man die Lieder nicht bewerten kann. Außerdem schafft Nokia es nicht, an die Software-Kapazitäten im Internet von Apple heranzukommen – aber wer kann das schon von sich behaupten?
Ist das Nokia N900 seine 600 Euro wert?
Wer Filme und Photos trotz des großen Touchscreens in toller Qualität anschauen, ein flüssiges Handling im Menü und qualitativ hochwertige Photos machen möchte, ist mit dem Nokia N900 gut beraten. Wer allerdings ein kleineres Smartphone, viele Apps und seine Musik längerfristig gut archivieren möchte, sollte sich vielleicht lieber nochmal nach einem anderen Gerät umschauen. Wer Interesse an vergleichbaren Smartphones hat, schaut sich am besten nochmal bei 7mobile.de – handys günstig online kaufen um. Weitere Informationen und einen Vergleich zu Konkurrenten haben wir bereits in einem anderen Blogeintrag verewigt, Interesse hat, soll hier klicken.
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